Die kleine Burg auf der schwer zugänglichen Anhöhe, unweit des Flusses Dajna, wurde Ende des 14. Jahr- hunderts errichtet. Sie bewährte sich als Grenzwarte, schützte Kętrzyn vom Süden her und diente als Basis bei Angriffen auf Litauen. Das am Fuße der Burg gelegene Dorf bekam die Handfeste 1371 noch vor dem Bau der gemauerten Befestigungen. Das Schloss wurde als Rechtseck mit den Ab- messungen 39x53 m gebaut. Längs der nördlichen Seite wurde ein zweistöckiges Wohngebäude errichtet, dem sich ein quadratischer Hof anschloss, den eine Feldsteinmauer mit Eckbasteien und dem Südtor säumte. Um 1513 wurde die Burg zur Kirche umgebaut und um etwa 1583 zum protestantischen Gotteshaus umfunktioniert. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde
an der Westseite des Gebäudes ein massiver vierstöckiger Turm errichtet. Bis dato blieb die ganze Raumordnung der ehemaligen Burg erhalten - die untere Partie der Steinmauern und Basteien sowie der Turm mit dem Hauptgebäude, später zur Kirche umgestaltet. Im Südteil des Hofes befinden sich Überreste eines evangelischen Friedhofes. |